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Tagung: „We shall overcome“ – Lebenshaus Schwäb. Alb

13.Oktober um 10:00 - 14.Oktober um 12:30

Tagung 2018: „We shall overcome!“
Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht – drei biographische Zugänge

Samstag, 13. Oktober in Gammertingen

10:00 bis 18:30 Uhr Tagung
20.00 Uhr:
„Der Wunderrabbi, der den Toten mit Wodka weckte“
ein amüsantes jüdisches Programm mit Revital Herzog

  1. Oktober in Buttenhausen: „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Buttenhausen“  10:30 bis ca. 12:30 Uhr

Eine Teilnahme ist sowohl an allen Veranstaltungsangeboten möglich – Tagung, Abendveranstaltung, Buttenhausen –, als auch nur an einzelnen.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Mechtild Eisfeld, Peter Bürger und Andreas Zumach drei seit Jahrzehnten engagierte Menschen gewinnen konnten, die anhand ihrer persönlichen Lebensgeschichte auf Fragen eingehen werden wie etwa:

Wodurch kamen sie zu ihrem Engagement? Welche konkreten Erfahrungen haben sie dabei gemacht? Gibt es Erlebnisse bzw. Ereignisse, die sie als Niederlagen und Erfolge erlebt haben? Wie wurden Höhen und Tiefen verarbeitet? Woraus schöpfen sie Lebensmut für ihr langfristiges Engagement? Haben sie Visionen? Welche Perspektiven sehen sie in einer gewaltbereiten, ungerechten, zerstörerischen Welt? Welche Chancen, eine andere Welt schaffen zu können?

Zur Tagung eingeladen sind Menschen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt. Unter anderem wird nach den Referaten Gelegenheit zum Austausch sein.

Schwäbische Alb – da gibt es mit Buttenhausen einen Ort, in dem im 19. Jahrhundert der jüdische Bevölkerungsanteil den christlichen überstieg. Antisemitismus und Rassenhass bewirkten nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland auch in diesem Ort das Ende des christlich-jüdischen Zusammenlebens. Mit mehreren Deportationen ortsansässiger Juden wurde die jüdische Gemeinde ausgelöscht. Im 80. Jahr nach der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wollen wir an das jüdische Kapitel örtlicher Geschichte in Buttenhausen erinnern. Dafür bieten wir am Sonntag einen geführten Rundgang mit Günter Randecker und Thomas Felder in Buttenhausen an.

Bereits am Samstagabend wird die gebürtige Israelin Revital Herzog ein amüsantes jüdisches Programm darbieten. Mit Klezmermelodien und Balkantänzen wird sie heitere Erzählungen und Witze umrahmen.

Das Kennenlernen und die Begegnung mit jüdischer Kultur erleichtert die Überwindung von Grenzen. Wichtige Voraussetzung, um Intoleranz, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus entgegenzuwirken. Jüdinnen und Juden gegenüber, aber auch gegenüber allen anderen Minderheiten.

Wir freuen uns, im Jahr unseres 25. Jubiläums als Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie bereits zur sechsten Veranstaltung in diesem Format einladen zu dürfen. Herzlich Willkommen!

Programm am Samstag, 13. Oktober 2018

10.00 Uhr Begrüßung
Musikalische Einstimmung (Bernd Geisler und Gabriele Lang)
10.25 Uhr 25 Jahre aktiv für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie: Lebenshaus Schwäbische Alb
Michael Schmid / Katrin Warnatzsch
10.55 Uhr „Später Aufbruch – Basisarbeit für Minderung von Gewalt in der Welt“
Mechtild Eisfeld, Freiburg
12.30 Uhr Mittagessen und wer möchte, Spaziergang zum Lebenshaus
14.15 Uhr Musikalische Einstimmung (Bernd Geisler und Gabriele Lang)
14.30 Uhr „Friedensbilder – Friedenslandschaft – Friedensboten: Einblicke in eine Schreibwerkstatt wider die Kriegsreligion“
Peter Bürger, Düsseldorf
16.00 Uhr Kaffeepause
16.35 Uhr Musikalische Einstimmung (Bernd Geisler und Gabriele Lang)
16.45 Uhr „Sage Nein! Niemand hat das Recht zu gehorchen. Es gibt immer bessere Alternativen“
Andreas Zumach, Genf
18.15 Uhr Abschluss der Tagung
Abendessen

Die Tagung wird moderiert von:

  • Axel Pfaff-Schneider und
  • Katrin Warnatzsch

 Öffentliche Abendveranstaltung

20.00 Uhr  „Der Wunderrabbi, der den Toten mit Wodka weckte“ – ein amüsantes jüdisches Programm mit Revital Herzog
Klezmermelodien und Balkantänze umrahmen heitere Erzählungen und Witze sowie traditionelle Chassidische Märchen, jüdische Anekdoten und Geschichten vom Aberglauben aus dem orientalischen Judentum. Dazu Jugenderinnerungen vom Leben in Israel. Eine kleine Kultur-Reise.

Programm für Sonntag, 14. Oktober 2018

„Auf den Spuren jüdischen Lebens in Buttenhausen“

Buttenhausen war ehemals eine der wenigen jüdischen Landgemeinden im Süden Württembergs im Lautertal auf der Schwäbischen Alb. Im 19. Jahrhundert zählte die kleine Ortschaft zu denjenigen im Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg, in denen der jüdische Bevölkerungsanteil den christlichen überstieg. 1870 verzeichnen die Einwohnerlisten 442 jüdische Personen bei einer Gesamteinwohnerzahl von 800. Es gab außer der Synagoge ein Rabbinatsgebäude, ein jüdisches Armenhaus und ein jüdisches Bad. Ab 1870 wanderten jedoch mehr und mehr Juden in die Städte aus, die bessere Arbeitsmöglichkeiten und Bildungseinrichtungen boten.

Die Repressalien der Zeit des Nationalsozialismus führte zur Emigration etwa der Hälfte der jüdischen Bevölkerung Buttenhausens. Außerdem wurde Buttenhausen auch zu einer Art Konzentrations-Lager für aus Großstädten hierher Verschleppte – vor der weiteren Deportation, hauptsächlich in den Jahren 1940 bis 1942, einige wenige konnten noch bis 1943 dort ausharren. Seither lebt kein Jude mehr dort. Fast alle jüdischen Bürgerinnen und Bürger wurden während der Zeit der Verfolgungen bis zum Jahre 1945 in den Konzentrationslagern umgebracht.

Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, brannten in Deutschland Synagogen, wurden jüdische Geschäfte geplündert, unbescholtene Bürger attackiert, verhaftet, getötet. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Das Jahr des runden Jahrestags der Reichspogromnacht wollen wir nutzen, um an das unvorstellbare Massenverbrechen zu erinnern.

Gleichzeitig wollen wir den Spuren jüdischen Lebens in Deutschland nachspüren, wie es zum Beispiel in dem Dorf Buttenhausen über 200 Jahre stattgefunden hat.

Für den 14. Oktober 2018 bieten wir einen geführten Rundgang mit Günter Randecker „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Buttenhausen“ an. Beginn um 10:30 Uhr am Jüdischen Mahnmal in der Ortsmitte, Ende ca. 12:30 Uhr.

Thomas Felder erzählt auf dem jüdischen Friedhof von seinen Erlebnissen mit den 109 Pflöcken, mit dem heute an 109 Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns erinnert wird.

Veranstaltungsadresse am Sa., 13. Oktober 2018

Evangelisches Gemeindehaus, Roter Dill 11, 72501 Gammertingen

Treffpunkt am So., 14. Oktober 2018

Treffpunkt am Jüdischen Mahnmal in der Ortsmitte von Buttenhausen (10:30 Uhr)

 Kosten

Samstag:
Tagungsbeitrag: 20 €, Nichtverdienende: 10 €
Abendveranstaltung: 12 €, Nichtverdienende: 6 €
Verpflegung: 20 €

Sonntag:
Beitrag für Führung: 10 €, Nichtverdienende: 5 €

Details

Beginn:
13.Oktober um 10:00
Ende:
14.Oktober um 12:30

Veranstaltungsort

Evangelisches Gemeindehaus
Roter Dill 11
Gammertingen, 72501 Deutschland
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Ort