Willkommen!

Das Biberacher Friedensbündnis ist ein Zusammenschluss aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchengemeinden, Vereinen und Einzelpersonen im Kreis Biberach.
Wir verstehen uns als Teil der Friedensbewegung, die sich für eine friedliche und gerechte Welt engagiert.
Unsere Arbeitsgrundlage ist unser Statut und unsere gemeinsame Überzeugung, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.
Wir freuen uns über Menschen und organisierte Gruppen, die sich uns anschließen und uns unterstützen.
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Nicht alles ist abgesagt

Eine Krise, die uns Einschränkungen abverlangt, die wir nie für möglich gehalten hätten.
Eine Krise, die aber auch zeigt, was möglich ist, wenn wir nur wollen:
Die Schuldenbremse ad acta zu legen,
Milliarden von Euro als Hilfsprogramme bereitzustellen, um die Wirtschaft vor dem Absturz zu bewahren und Arbeitsplätze zu sichern,
in kürzester Zeit viele sinnvolle Maßnahmen zu beschließen, um die Folgen der Pandemie abzufedern.

Erinnern wir uns auch in Zukunft daran, was möglich ist:
wenn wir wirkungsvolle Maßnahmen gegen den Klimawandel fordern,
wenn wir endlich Waffenexporte beenden wollen,
wenn es um eine Welt ohne Atomwaffen geht,
wenn wir Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen wollen, um zu verhindern, dass sie in Dreck, Schlamm, ohne Wasser und Essen und in unbeschreiblichen hygienischen Verhältnissen sterben,
wenn wir Milliarden ausgeben wollen für Förderung von Lebensperspektiven für Menschen in Not,  anstatt Milliarden für riesige Militärausgaben  zu verschwenden.

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Friedensarbeit ist nicht abgesagt

Auch wenn wir uns nicht zur Karfreitagsmahnwache auf dem Biberacher Marktplatz versammeln, bleiben wir dran an der Arbeit für den Frieden.
Wir informieren uns und verständigen uns übers Internet.
Wir protestieren gegen die Vorstellung, Abschreckung mit Atomwaffen für möglich zu halten und setzen uns für die Ächtung von Massenvernichtungswaffen ein.

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Absage Karfreitagsmahnwache

Den offiziellen Empfehlungen folgend, müssen wir leider bis auf Weiteres alle öffentlichen Veranstaltungen des Biberacher Friedensbündnisses absagen.

Sobald sich eine Änderung ergibt, werden wir dies bekanntgeben.

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Karfreitagsmahnwache

Karfreitag – Gebot zur Gewaltfreiheit

Mahnwache für den Frieden am Karfreitag, 10. April 2020, 17 Uhr, Marktplatz Biberach

Die Mahnwache für den Frieden, zu dem das Biberacher Friedensbündnis auch in diesem Jahr einlädt, steht unter dem Thema „Karfreitag-Gebot zur Gewaltfreiheit“, ergänzt durch den Untertitel „Ermutigungen aus Religionen zur Kritik nuklearer Abschreckung“.
Der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit gehört zum Selbstverständnis christlichen Handelns. Was hat das mit dem Geschehen an Karfreitag zu tun? Darauf werden die Redner, Berthold Seeger von der Biberacher Gruppe pax christi und Roland Groner vom Friedensbündnis in ihren Ansprachen eingehen.
Aus Sicht der katholischen Friedensbewegung pax christi braucht es ein klares Bekenntnis zu aktiver Gewaltfreiheit. pax christi bezieht sich hier auf das Engagement von Papst Franziskus. Er greift immer wieder ausdrücklich die Gewaltfreiheit des Evangeliums auf und stellt einer vermeintlichen Passivität Vorbilder und Erfolge von praktizierter Gewaltfreiheit entgegen. 2017 veröffentlichte er eine Botschaft mit dem Titel „Gewaltfreiheit-ein Stil der Politik für den Frieden“. 2019 sprach er in Hiroshima konkret davon, dass die Abschaffung aller Atomwaffen geboten sei.

Die Wurzel der ökumenischen Debatte auch zu den Atomwaffen ist der Satz der Gründungsversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen von 1948: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“. In den westdeutschen evangelischen Kirchen wurden in der Folge die „Heidelberger Thesen“ von Carl Friedrich von Weizsäcker heftig diskutiert mit der Forderung, „die Zeit der Abschreckung zu nutzen, um die Logik und den Geist der Kriegsführung zu überwinden“. Ist aber Abschreckung eine heute noch mögliche ethische Option?

Musikalisch umrahmt wird die Mahnwache durch die Sängerinnen Ana Bienek und Nathalie Gottstein, mit Friedensliedern zum Zuhören und zum Mitsingen.

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Friedenstanz

Die Welt liegt im Unfrieden. Das zeigen die fast täglichen Meldungen über Ausbrüche sinnloser Gewalt von Menschen gegen Menschen. Viele spüren den Wunsch, etwas für den Frieden in unserem Land und in unserer Welt zu tun. Von der Erfahrung der friedvollen Verbundenheit mit unseren Mitmenschen kann eine starke Friedenskraft und Hoffnung ausgehen. Das ist das Ziel des „Friedenstanzes“ – mit einem Kreistanz wollen wir etwas Licht in diese Welt bringen.

Alle TeilnehmerInnen kommen möglichst in Weiß, der Farbe des Lichts und der Reinheit, oder wenigstens mit einem weißen Kleidungsstück. Gestaltet wird das Angebot mit einfachen Tänzen zu friedlicher Musik mit Texten.

Tanzleiterin: Choon-Sil Christian
Ausbildung für „Meditation in Bewegung und Sakralen Tanz“

Kooperationspartner: Evangelische Familien-Bildungsstätte
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Biberach / Stadt-Kirchengemeinde
Katholische Erwachsenenbildung der Dekanate Biberach und Bad Saulgau e.V.
Biberacher Friedensbündnis

Gebühr: Spendenbasis – Empfänger wird noch bekannt gemacht

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Lichter für Demokratie und Toleranz

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Nur eine starke UNO kann Kriege verhindern

UNO-Korrespondent Zumach und die Wakkas-Sisters  zu Gast beim Friedensbündnis

(Pressebericht von Gudrun Zink an die Schwäbische Zeitung)

Biberach – „Bei der UNO in Genf finden seit einigen Wochen Friedensverhandlungen für eure Heimat Syrien statt“, begann Andreas Zumach seine Rede. Er sprach dabei die Wakkas-Sisters an. Mit Liedern aus ihrer syrischen Heimat bereicherten die vier kurdischen Schwestern die Herbstveranstaltung des Biberacher Friedensbündnisses. Sie leben seit 2016 mit ihren Eltern in Deutschland und sind ein Beispiel für gelungene Integration von geflüchteten Menschen. Die Schwestern spielen klangschön mehrere Instrumente und besuchen vor Ort die Musikschule und das Gymnasium.

Zumach, der als freier Korrespondent seit 1988 in Genf bei der UNO arbeitet, betonte die Wichtigkeit der UNO bei dem Zustandekommen von Friedensverhandlungen. „Verfeindete syrische Gruppierungen, die sich seit Jahren bekriegen, sitzen in Genf gemeinsam an einem Tisch, um Lösungen zu finden für das kriegsgeplagte Syrien“.

Zumach ging eingangs auf die Geschichte und die bisherigen Erfolge der UNO ein. Die UNO, heute ein Zusammenschluss von 193 Staaten, wurde im Jahr 1946 nach dem Ende des 2.Weltkrieges gegründet. Oberstes Ziel war bei der Gründung der Vereinten Nationen (UN): „Die größte Geisel der Menschheit, der Krieg, soll endgültig aus der Welt geschafft werden.“

Dies ist der UNO nicht gelungen. Trotzdem kann sie große Errungenschaften vorweisen, die weitreichende Folgen auf der ganzen Welt zeigen. Als Beispiel nannte Zumach die Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1948. Für viele Staaten sind die Menschenrechte heute eine allgemein verbindliche Konvention. Weitere Erfolge der UNO:

Das Verbot chemischer und biologischer Waffen und das Verbot von Landminen und Streumunition. Die Friedensmissionen der UN, das sogenannte „peace keeping“ in Krisengebieten mit dem Einsatz der UNO-Blauhelmsoldaten. Die Einrichtung des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag zur Verfolgung von Kriegsverbrechen. Und aktuell: Das UN-Abkommen zum Verbot des Einsatzes von Atomwaffen, das bereits von 122 UN-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde.

Zumach sparte aber auch nicht mit Kritik an der UNO. „Viele Menschen haben heute den Eindruck, dass die UNO versagt“. Das Völkerrecht wird immer häufiger verletzt, es kommt wieder vermehrt zu kriegerischen Auseinandersetzungen, der Egoismus der Nationalstaaten nimmt zu, der Einfluss der fünf „sogenannten Vetomächte“ (USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien) ist zu groß und blockiert häufig wichtige Entscheidungen der UN.

Zumachs Fazit: „Bei der UNO sind wichtige Reformen notwendig“. Das Veto-Recht der fünf Großmächte ist absolut überholt. Außerdem müssen alle UN-Mitgliedsstaaten in Zukunft regelmäßig  und zuverlässig ihre Beiträge leisten. Mit diesen Geldern könnten die UN-Truppen (Blauhelme) aufgestockt werden, deren deeskalierende Arbeit so wichtig ist in Krisengebieten.  Außerdem könnten die Hilfsorganisationen der UNO (UNHCR, UNICEF)  mit einem „zuverlässigen Etat“ in Kriegs- und Krisengebieten noch viel effektivere Hilfe leisten. Als Zukunftsvision nannte er die Schaffung eines UNO-Parlaments, vergleichbar mit der EU.

Zumachs abschließende Worte nach der Diskussionsrunde: „Lokale zivilgesellschaftliche Gruppen können wichtige Impulse setzen für die zukünftige Arbeit der UN (z.B. ICAN oder Fridays for future). Für die Zukunft ist die Stärkung und Reformierung der UNO jedoch unabdingbar. Denn nur eine starke UN kann alle politischen und friedlichen Konfliktlösungen ausschöpfen, um drohende Kriege zu verhindern.“

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Stärkung der UNO statt Egoismus der Nationalstaaten – Wie die Weltorganisation wieder handlungsfähig werden kann-

Veranstaltung des Biberacher Friedensbündnisses
mit Andreas Zumach,
UNO-Korrespondent in Genf
am 24.11. um 17 Uhr im Gemeindehaus St.Martin in Biberach

Der Klimawandel und andere globale Herausforderungen dieser Erde lassen sich ohne aktive Kooperation möglichst aller 193 Mitglieder der UNO nicht bewältigen.

Doch stattdessen fallen immer mehr Staaten zurück in kurzsichtige nationale Machtpolitik zur Durchsetzung ihrer Interessen und missachten das Völkerrecht. Auch gegen das in der UNO-Charta von 1945 festgeschriebene Verbot des Krieges und der Drohung mit Krieg, wird immer häufiger verstoßen. Wie lässt sich diese gefährliche Entwicklung umkehren? Wie könnte die UNO politisch, finanziell, personell sowie in ihren Kompetenzen gestärkt werden? Welche Rolle müsste Deutschland dabei spielen?

Der Referent Andreas Zumach, geboren 1954, arbeitet seit 1988 als UNO-Korrespondent mit Sitz in Genf für verschiedenste Zeitungen u.a. die Berliner Tageszeitung (taz), Zürcher Wochenzeitung usw. Er arbeitet außerdem als freier Korrespondent für verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten in Europa und den USA. Zumach hat von 1975-1979 Sozialarbeit, Volkswirtschaft und Journalismus an der Universität in Köln studiert.

Im Jahr 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen.

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Friedenschancen und Bekämpfung von Fluchtursachen

Dr. Reinhard Erös und Annette Erös über Zukunftsperspektiven in Afghanistan
öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
am Freitag, 20. September 2019, 19.30 Uhr
Gemeindezentrum St. Martin, Biberach

Der Krieg in Afghanistan gehört zu den langwierigsten und blutigsten Gewaltkonflikten unserer Zeit. Er for-
derte nicht nur zahlreiche Todesopfer und unzählige Verletzte, sondern trieb bis heute auch Millionen Menschen in die Flucht. Friedenshoffnungen wurden immer wieder enttäuscht. Inzwischen ist es – lange kaum vorstellbar – zu Gesprächen zwischen Taliban und US-Amerikanern gekommen.
Gibt es jetzt tatsächlich Friedenschancen? Wie sieht die Bilanz ausländischer Interventionen, einschließlich des deutschen Engagements, aus und welche Aussichten gibt es für den Wiederaufbau und ein friedliches Zusammenleben in Afghanistan? Wie können Fluchtursachen so bekämpft werden, dass rückkehrwillige Geflüchtete in ihrer Heimat eine Bleibeperspektive sehen, anstatt erneut Gefahren für Freiheit und Leben befürchten zu müssen.
Dr. Reinhard Erös, Bundeswehr-Oberstabsarzt a.D. und Buchautor sowie seine Ehefrau Annette Erös, die über 30-jährige Erfahrungen in dem Land am Hindukusch verfügen und dort seit 1998 ihre „Kinderhilfe Afghanistan“ durchführen, gehen in ihrem Vortrag auf solche Fragen ein. Damit dürfte auch deutlich werden, ob bzw. wie Deutschland und die Europäische Union künftig besser zu nachhaltigem Frieden und gerechter Entwicklung beitragen können.
Es laden Arbeitskreis Entwicklungspolitik (AKE), Friedensbündnis und der Weltladen Biberach, in den großen Saal des Gemeindezentrums St. Martin nach Biberach, Kirchpl. 3-4, ein.
Diese Veranstaltung ist auch als Beitrag zum internationalen Weltfriedenstag gedacht, der jährlich am 21.September von den Vereinten Nationen begangen wird. Eintritt frei.

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Mahnwache für den Frieden:

Biberach: Das Biberacher Friedensbündnis lädt am Karfreitag, den 19.4.2019 um 17 Uhr auf den Biberacher Marktplatz zu einer Mahnwache für den Frieden ein. Thema der Mahnwache: Friedensarbeit in gewalttätigen Zeiten –Zivil ist mehr wert.

Täglich erfahren wir in den Medien erschreckende Nachrichten über die weltweiten Kriegs- und Krisengebiete. Internationale Verträge, die den Umgang mit atomaren Waffen regelten (INF-Vertrag, Nuklearabkommen mit dem Iran), werden aufgekündigt. Verantwortungslose Waffenexporte verschärfen und befeuern die Krisensituationen  der Welt (z.B. im Nahen Osten). Der Ruf nach neuem Wettrüsten und  Erhöhung der Militärausgaben wird in Ost und West immer lauter. Die Gefahr eines drohenden „Kalten Krieges“, wie zu Beginn der 60er Jahre, wächst ständig.

Gibt es Möglichkeiten gewalttätige Konflikte auf friedliche Art zu lösen? Lösungsansätze und Methoden dazu bietet die Arbeit des „Zivilen Friedensdienstes“.

Jürgen Menzel, Diplom-Sozialarbeiter, Mediator und Handelsfachwirt, ist Hauptredner der diesjährigen Mahnwache. Er arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der zivilen Konfliktlösung und berichtet über seine vielfältigen Erfahrungen. Seit 2004 ist er im Bereich der Zivilen Friedensbildung tätig. Als Trainer arbeitete er in Krisenregionen wie der Ukraine, Georgien, Palästina, Syrien und dem Sudan. Er war u.a. im Auftrag des DED (Deutscher Entwicklungsdienst) tätig, sowie des DEAB (Dachverband Entwicklungspolitik Bad.-Württ.). Aktuell arbeitet er als Bildungsreferent für Friedensbildung bei „act for transformation“.

Die Musikerin Ana Bienek begleitet mit politischen Liedern und traditionellen Songs aus der Friedensbewegung die Mahnwache.

Alle interessierten BürgerInnen sind herzlich zur Teilnahme an der Karfreitags-Mahnwache eingeladen.

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