Willkommen!

Das Biberacher Friedensbündnis ist ein Zusammenschluss aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchengemeinden, Vereinen und Einzelpersonen im Kreis Biberach.
Wir verstehen uns als Teil der Friedensbewegung die sich für eine friedliche und gerechte Welt engagiert.
Unsere Arbeitsgrundlage ist unser Statut und unsere gemeinsame Überzeugung, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.
Wir freuen uns über Menschen und organisierte Gruppen, die sich uns anschließen und uns unterstützen.
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Weltfriedenstag in Biberach am 25. September

Bild des Benutzers Wolfgang Heinrich

Wolfgang Heinrich

Für den 25. September hat Dr. Wolfgang Heinrich zugesagt, nach Biberach zu kommen. Um 17 Uhr ist im Gemeindehaus St. Martin die Veranstaltung des Friedensbündnisses zum Weltfriedenstag. Dr. Heinrich wird Stellung nehmen zu „Weltarmut, Krieg und Frieden“ und auf die Frage eingehen „Mit Militär zum Frieden?“ Wolfgang Heinrich war bis zu seinem kürzlichen Eintritt in den Ruhestand Referent für Friedensarbeit bei BROT FÜR DIE WELT. Die Veranstaltung ist in Vorbereitung. Eine musikalische Gestaltung ist vorgesehen.

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Zum militärischen Einsatz in Syrien: Wir sagen nein!

Wir bringen hier den Aufruf des Netzwerks Friedenskooperative, dem das Biberacher Friedensbündnis angehört.
Der Aufruf kann online unter www.friedenskooperative.de unterzeichnet werden.

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Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,
Sie sagen, Sie handeln im Namen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, wenn Sie die Bundeswehr nach Syrien schicken. Wir sagen: Sie handeln nicht in unserem Namen!

Aus falsch verstandener Solidarität wird Deutschland zur Kriegspartei in einem Krieg, der auch überregional umfassende Vernichtung mit sich bringen kann. Der Einsatz der Bundeswehr in Syrien ist politisch falsch, moralisch unverantwortlich, verfassungs- und zudem völkerrechtswidrig.

Das Erstarken des IS ist auch die Folge des US-Krieges im Irak, des NATO-Krieges in Libyen und der Waffenlieferungen in die Region, z.B. von deutschen Waffen nach Saudi-Arabien. Der Zustrom von Geld, Waffen und neuen KämpferInnen für den IS muss dauerhaft unterbunden werden. Die Menschen in der Region brauchen eine lebenswerte Alternative, damit sie dem bewaffneten Kampf des IS ihre Unterstützung entziehen. Ein Ende des Krieges in Syrien ist nur mit Verhandlungen und Kooperation möglich.

Wir sagen Nein zur Beteiligung der Bundeswehr in Syrien!

Wir sagen Ja zu zukunftsweisenden zivilen Lösungen.

Sie, Frau Bundeskanzlerin, handeln nicht in unserem Namen!

(Zum Unterzeichnen: www.friedenskooperative.de)

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Offener Brief der Mennonitischen Gemeinden in Deutschland: Diese Entscheidung haben Sie nicht in unserem Namen gefällt!

An die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Zum militärischen Einsatz der Bundeswehr in Syrien

Sehr geehrte Damen und Herren!
Sie haben mehrheitlich das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Syrien erteilt. Wir sehen diesen Beschluss mit größter Sorge und distanzieren uns ausdrücklich von dieser Entscheidung. Wir werden dies auch unsere internationale Gemeinschaft wissen lassen.
Wir verstehen,
… dass Sie sich nach den fürchterlichen Terroranschlägen, die auch uns zutiefst bestürzt haben und die wir ausdrücklich verurteilen, aufgefordert sehen zu handeln.
… dass Sie dem Aufruf der französischen Regierung zur Hilfe in der Bekämpfung dieses Terrorismus nachkommen wollen.
… dass Sie um die Sicherheit der Bevölkerung besorgt sind.
… dass Sie – gemeinsam mit anderen – Verantwortung übernehmen wollen, Verbrechen des sog. „Islamischen Staates“ zu verhindern und für Frieden in Syrien sorgen wollen.
Aus all diesen verständlichen Motiven folgt aus unserer Sicht nun aber gerade nicht, sich in Syrien militärisch zu betätigen.
Die Terroranschläge in Paris waren ein Verbrechen, kein militärischer Angriff auf Frankreich und seine Verbündeten. Daher sollten diese Verbrechen auch entsprechend rechtstaatlicher Verbrechensbekämpfung verfolgt werden.
Auch wir meinen, dass wir unsere französischen Freunde in dieser Zeit der Bestürzung nicht alleine lassen dürfen. Ein Zeichen echter Freundschaft wäre es nun, sie auch kritisch zu begeleiten. Die Kriegsrhetorik und der Aufruf zu den Waffen erscheint uns von dem reflexhaften Wunsch nach Vergeltung und Bestrafung der vermeintlichen Täter getrieben zu sein. Solidarität müsste sich darin erweisen, vor blindwütigem Handeln zu bewahren und zur Besonnenheit
zu ermutigen.
Wir sind keineswegs davon überzeugt, dass durch weitere militärische Einsätze mehr Sicherheit geschaffen wird. Vielmehr befürchten wir in der Folge eine noch stärkere Ausbreitung des Terrors, da militärische Einsätze genau der Gewaltlogik folgen, die von Terroristen kultiviert
wird.

Wir meinen, dass Ihre Entscheidung zum militärischen Einsatz die „gewachsenen Verantwortung Deutschlands in der Welt“, die von der deutschen Regierung seit einigen Jahren so eindringlich beschworenen wird, geradezu in Frage gestellt wird. Der Verzicht auf militärische Einsätze würde der historisch gewachsenen, besonderen Verantwortung Deutschlands gerecht und trüge zur Glaubwürdigkeit einer Politik zum Frieden bei.
Das Abschneiden der Finanzströme des sog. „IS“, das Verhindern von Waffenlieferungen, die Unterbindung des Öl-Handels sind ja möglich!
Noch wichtiger scheint uns jedoch die Entwicklung einer politischen Zukunft für die Menschen in der betreffenden Region. Dazu gehört ein politisch kluges und diplomatisch geschicktes Einbinden aller Beteiligten des Bürgerkrieges in Syrien, ohne Rücksicht auf eigene ökonomische Vorteile. Dazu gehört auch die Entwicklung einer Aussicht auf ein Leben in ökonomisch gerechten Verhältnissen, zunächst durch umfangreiche Unterstützung von Hilfsorganisationen,
dann dem Aufbau von (rechts-) staatlichen Institutionen und zivilen Einrichtungen.

Aus unseren kirchlichen Kontakten in der Region wissen wir, dass Vertrauen das höchste Gut für den Aufbau einer solchen Zukunft ist. Gerade dies sehen wir nun durch Ihre Entscheidung erschüttert, weil Sie unser Land so eindeutig wie unnötig zur Partei in diesem Konflikt erklären, anstatt – politisch verantwortlich – die Chance auf Vermittlung und Verhandlungen zu wahren.
Abgesehen von der völlig umstrittenen Rechtsgrundlage dieses militärischen Einsatzes sowie der Fragwürdigkeit einer Aussicht auf militärischen Erfolg, wollen wir Ihnen sagen:

Diese Entscheidung haben Sie nicht in unserem Namen gefällt!

Mit freundlichen Grüßen,
im Namen des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland
(Doris Hege, Vorsitzende)

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